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Festtage ohne Schuldgefühle

Weihnachtsfeiern, Familientreffen, Weihnachtsessen – man isst mehr Süßes, hat weniger z eit für das Fitnesstraining, und schon nagen die Schuldgefühle.

Natürlich sollten wir auch während der hektisch besinnlichen Zeit auf unsere Gesundheit achten. Aber je mehr wir uns auf Negatives konzentrieren, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich tatsächlich einstellt.

Worauf wir uns im Leben konzentrieren, ob Menschen, Emotionen oder Erfahrungen, das ziehen wir im Allgemeinen an. Wenn Sie sich mit aller Kraft darauf konzentrieren, die Finger von Weihnachtsgebäck zu lassen, entgehen Ihnen die interessanten Gespräche an der Kaffeetafel. Je mehr Sie an das Gebäck denken, umso wahrscheinlicher wird es, dass Sie einfach zugreifen. Wenn Sie sich stattdessen jedoch über das bereits Genossene freuen und die angenehme Gesellschaft ganz bewusst genießen, bemerken Sie den Gebäckteller wahrscheinlich gar nicht mehr.

Stellen Sie sich vor, wie schön die Weihnachtszeit dieses Jahr sein könnte, wenn Sie ganz ein­ fach dankbar für alles Gute in Ihrem Leben sind – und dazu zählt auch Ihr gesunder Lebensstil.

Es ist immer sinnvoll, die Gedanken darauf zu konzentrieren, was Ihnen wichtig ist, welche schönen Erlebnisse Sie genießen und welche wunderbaren Menschen Sie in Ihrem Leben haben. Besonders wichtig ist dies jedoch, wenn Sie wissen, dass Ihre alltägliche Routine sich ändert. Wenn Sie jetzt gezielt den Schwer­ punkt auf die positiven Aspekte Ihres Lebens setzen, macht sich das später bezahlt, wenn Sie mühelos auf ein Übermaß an Süßem ver­ zichten, sich über die Einhaltung Ihres täglichen Fitnessprogramms freuen und stolz auf Ihre Errungenschaften sind. Mit dieser Einstellung wird die Zeit mit Freunden und Verwandten zur ungetrübten Freude.

Die besten Voraussetzungen für Festtage ohne Schuldgefühle schaffen Sie, indem Sie Ihre Ziele im Auge behalten und sich ein wenig mehr bemühen, Ihren gesunden Lebensstil beizubehalten. Die unterbrechungsfreie Fort­ führung Ihres Fitnessprogramms spielt dabei eine wichtige Rolle. Erstens ist körperliche Betätigung ein wirkungsvoller natürlicher Stim­ mungsaufheller. Wenn die Festtage für Sie (wie für viele Menschen) mit Stress verbunden sind, hilft Ihnen dieses natürliche Stimmung s­ hoch, Ihre positive Einstellung zu behalten.

Gleichzeitig regt regelmäßige körperliche Betätigung den Stoffwechsel an. Ihr Körper kann die zusätzlichen Kalorien, die der Bunte Teller mit sich bringt, dann leichter abbauen. Denken Sie beim Einkauf an Obst und Gemüse. So wappnen Sie sich mit einfachen, leichten und gesunden Mahlzeiten für die Weihnacht s­ feiern, anstatt mit leerem Magen einzutreffen und daher sofort der Versuchung nachzugeben.

An Tipps dazu, wie man die Festtage übersteht, herrscht wahrhaftig kein Mangel. Wir haben daher nur einen, dafür aber ganz besonders wichtigen Rat: Lenken Sie Ihre Aufmerk sam­ keit auf die richtigen Dinge. Sie müssen nicht jeden einzelnen Gedanken bewusst wahr­ nehmen. Und Sie sollten wirklich nicht hart mit sich ins Gericht gehen, weil Sie bei Ihrer gesunden Ernährung „gemogelt“ haben.

Ein Plätzchen mehr oder weniger macht den Kohl nicht fett. Erinnern Sie sich daran, wie köstlich es war, und denken Sie dann gezielt an positive Maßnahmen für einen gesunden Lebensstil. Stellen Sie sich vor, wie gut Sie sich nach Ihrem nächsten Fitnesstraining fühlen werden – und wie stolz Sie darauf sein dürfen, dass Sie die Zeit dafür gefunden haben.

Das beste Rezept für Festtage ohne Schuld­ ge fühle: Hören Sie auf Ihre Gefühle. Wenn Sie sich müde und gestresst fühlen, konzentrieren Sie sich unter Umständen auf Dinge, die noch mehr Stress und Chaos in Ihr Leben bringen. In diesem Fall müssen Sie ganz gezielt einen neuen Schwerpunkt setzen, der Sie gesünder und glücklicher macht. Wenn Sie sich hinge gen glücklich, zufrieden und ausgeglichen fühlen, konzentrieren Sie sich genau auf die richtigen Dinge.

Also: Worauf warten Sie? Untersuchen Sie jetzt gleich Ihre Denkmuster, damit Ihre positive Einstellung bereits fest verwurzelt ist, wenn die erste Weihnachtsfeier vor der Tür steht. Wenn Sie eine klare Vorstellung davon haben, was Sie erreichen wollen und wie Sie es verwirklichen können, ist Ihnen eine schöne Weihnachtszeit sicher.

Winter-Mythen

Seit Generationen weisen Eltern ihre Kinder an, sich warm anzuziehen, wenn sie im Winter ausgehen, damit sie nicht krank werden. Sich vor Kälte zu schützen, ist wichtig, aber nicht, weil es Krankheiten verhindert. Kinder auf der ganzen Welt können sich hinter die Ohren schreiben, dass dieser elterliche Rat einfach nicht stimmt.

Kaltes Wetter ist nicht an Schnupfen oder Grippe schuld. Wenn Sie als Kind von Ihren Eltern etwas anderes gehört haben, fragen Sie sich sicherlich: „Warum läuft denn meine Nase, wenn ich im Herbst oder Winter an die frische Luft gehe?“ Triefnasen sind wahrscheinlich der Hauptgrund dafür, dass viele immer noch glauben, Kälte führe zu Erkältungen. Natürlich stimmt es, dass sowohl ein Schnupfen als auch kaltes Wetter die Nase zum Laufen bringen. Die Ursache ist jedoch in beiden Fällen ganz unterschiedlich. Für die laufende Nase bei Kälte gibt es einen einfachen Grund: Die Lungen bevorzugen warme Luft. Zum Erwärmen der eingeatmeten Luft dient der Nasenschleim, und je kälter es ist, desto mehr Schleim produziert der Körper, um die Luft schneller zu erwärmen. Vor langer Zeit hat wahrscheinlich jemand bemerkt, dass sowohl Erkältungen als auch kaltes Wetter eine Triefnase erzeugen, und hat daraus die falschen Schlüsse gezogen. Obwohl wir inzwischen wissen, dass Bazillen und Viren die wirklichen Krankheitserreger sind, hat sich dieses Ammenmärchen gehalten. Denken Sie außerdem daran, dass auch Allergien mit einer laufenden Nase verbunden sein können. Es ist verständlich, dass viele Menschen immer noch glauben, die Kälte mache uns krank, denn Schnupfen und Grippe gehören ja ebenfalls in die kalte Jahreszeit. Im Herbst und Winter treten mehr Fälle von Schnupfen und Grippe auf als im Frühjahr und Sommer. Genau wie bei der laufenden Nase gibt es auch dafür eine logische Erklärung, und sie hat nichts mit den Temperaturen zu tun. Ein Grund für vermehrte Krankheiten bei kaltem Wetter sind die kürzeren Tage. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass ein höherer Vitamin-D-Spiegel gesunden Personen offenbar dabei hilft, die Grippe abzuwehren. Das menschliche Immunsystem ist auf Vitamin D angewiesen, wenn es funktionieren soll. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich Erkältungen und grippale Infekte während der Wintermonate rascher verbreiten. Die Sonne scheint seltener, sodass der Körper nicht so viel Vitamin D wie im Sommer produzieren kann. Die Grippe hängt nicht nur von den Jahreszeiten, sondern auch vom Breitengrad ab. In nördlicheren Gefilden treten grippale Infekte viel häufiger auf. Auch das hat mit dem Sonnenlicht zu tun. Menschen, die in höheren Breitengraden leben, sehen weniger Tageslicht, da die Tage kürzer sind. Bevor der Zusammenhang zwischen dem Immunsystem und Vitamin D erkannt wurde, als Ärzte noch nicht über Bakterien und Viren Bescheid wussten, war es nur allzu naheliegend, die Winterkälte dieser Regionen als Auslöser für Krankheiten zu betrachten. Heutzutage wissen wir es besser. Ein weiterer möglicher Grund für die Erkältungs- und Grippewelle im Winter ist der Umstand, dass wir uns häufiger in Innenräumen aufhalten. Je mehr Menschen dort zusammenkommen und je mehr von ihnen aufgrund von Vitamin-D-Mangel krank werden, desto stärker sind wir an diesen gemeinschaftlich genutzten Plätzen Krankheitserregern ausgesetzt.

Was immer Ihre Eltern Ihnen früher erzählt haben, kaltes Wetter allein führt noch nicht zu Krankheiten. Einen Schnupfen oder grippalen Infekt holen Sie sich nur, wenn Sie mit Rhinoviren (für Schnupfen) oder dem Influenzavirus (für Grippe) in Berührung kommen. Ergreifen Sie daher geeignete Hygienemaßnahmen, um sich diesen Winter vor Krankheitserregern zu schützen.

Was immer Ihre Eltern Ihnen früher erzählt haben, kaltes Wetter allein führt noch nicht zu Krankheiten. Einen Schnupfen oder grippalen Infekt holen Sie sich nur, wenn Sie mit Rhinoviren (für Schnupfen) oder dem Influenzavirus (für Grippe) in Berührung kommen. Ergreifen Sie daher geeignete Hygienemaßnahmen, um sich diesen Winter vor Krankheitserregern zu schützen. Waschen Sie sich regelmäßig die Hände, vor allem, wenn Sie mit Gegenständen in Berührung gekommen sind, die von anderen Menschen angefasst wurden, wie beispielsweise Einkaufswagen, Treppengeländer, Wasserhähne oder Tastaturen öffentlicher Computer. Sie wissen nie, wer den Türgriff vor Ihnen angefasst hat und ob die betreffende Person eventuell Erkältungserreger verbreitet. Selbst wenn Sie sich regelmäßig die Hände waschen, sollten Sie trotzdem so wenig wie möglich Ihre Augen, Nase und Mund berühren. Im Durchschnitt fassen wir uns 3,6 Mal pro Stunde ins Gesicht. Bei jeder dieser Berührungen können Krankheitserreger von der Hand in den Mund, die Augen oder die Nase übertragen werden. Viele Viren gelangen nämlich über die Schleimhäute in den Körper. Wenn Sie diesen Winter aber tatsächlich krank werden, gehen Sie nicht zur Arbeit oder in die Schule, und unternehmen Sie möglichst wenig. Wenn Sie zu Hause bleiben und sich ausruhen, erholen Sie sich nicht nur schneller, sondern verbreiten auch Ihre Bazillen nicht unter Freunden und Kollegen. Je weniger Kranke ihre Erreger an den Arbeitsplatz oder in die Schule tragen, desto weniger andere Menschen werden angesteckt. Meiden Sie auch den Kontakt mit Freunden, Angehörigen, Kollegen und anderen Menschen, die bereits krank sind. Vernünftige Hygienemaßnahmen können zu jeder Jahreszeit vor Bazillen und Krankheiten schützen. Auch wenn Ihre Eltern sich bei der Verbindung zwischen kaltem Wetter und Krankheiten getäuscht haben, heißt das noch lange nicht, dass der Rat, sich warm anzuziehen, missachtet werden sollte. Wer sich längere Zeit in der Kälte aufhält, setzt sich anderen Gefahren aus, wie zum Beispiel Unterkühlung. Tragen Sie daher die richtige Kleidung, wenn Sie an die frische Luft gehen, und tanken Sie möglichst viel Sonne, um Ihr Immunsystem zu stärken, damit es Sie während der Schnupfen- und Grippesaison nicht im Stich lässt.

Fördern Sie die Fantasie Ihrer Kinder – den ganzen Tag

Erhalten Ihre Kinder die Nährstoffe, die Sie brauchen, um groß und stark zu werden?

Manche Nahrungsmittel haben enorme Auswirkungen auf das Wachstum von Körper und Hirn. Manche Forscher empfehlen daher vitamin und mineralstoffhaltige „Supernahrungsmittel“, mit denen Kinder die Energie zum Spielen und das Konzentrationsvermögen zum Lernen erhalten sollen.

Die Förderung der Fantasie und des gesunden Wachstums beginnt mit einem ausgewogenen Frühstück. Wir wissen alle, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist. Das gilt insbesondere für Schulkinder. Unzählige Unter­ suchungen belegen, dass das Frühstück maßgeblich zum Leistungsvermögen beiträgt – und das nicht nur im Unterricht. Auch Verhalten s störungen sind deutlich seltener. Leider werden jedoch gerade für Kinder Nahrungsmittel vermarktet, die übermäßig viel Zucker, Fett und/oder raffinierte Kohlenhydrate enthalten. Für das Kind bedeutet das ein kurzes Zuckerhoch, auf das ein plötzlicher Energieeinbruch folgt. Das beeinträchtigt das Konzentrationsvermögen und das Verhalten. Ein ausgewogenes Frühstück, das dem Körper und Hirn genug Kraft bis zum Mittag liefert, ist reich an Eiweiß und komplexen Kohlenhydraten. Der Körper verdaut diese Nahrung langsamer, sodass das Energieniveau und die Gehirn­ leistung bis zum Mittag stabil bleiben. Haferflocken, Eier, Vollkornzerealien mit geringem Zuckeranteil und Obst mit fettarmem Joghurt: So sieht ein einfaches und gesundes Frühstück aus. Wenn die Zeit morgens zu knapp für ein ausgiebiges Frühstück ist, empfiehlt sich ein nahrhafter und köstlicher Smoothie aus frischem Obst und fettarmem Joghurt. In diesem Zaubertrank lässt sich sogar Gemüse in die Ernährung schmuggeln. Mit einem gesunden Frühstück geben Sie Ihrem Kind einen guten Start in den Tag. Aber auch das Mittagessen ist wichtig. Viele Kinder (und Erwachsene) erleben ein Nachmittagstief, wenn es kein gesundes Mittagessen mit einem hohen Energiegehalt gab. In Schulkantinen wird leider selten eine ausgewogene Ernährung geboten. Besser ist es daher in der Regel, Ihrem Kind ein Mittagessen mitzugeben, das alle erfor­ der lichen Nährstoffe für das aufmerksame Konzentrationsvermögen am Nachmittag enthält. Das kann beispielsweise mit magerem Fleisch oder kalziumreichem, fettarmem Käse belegtes Vollkornbrot sein. Auch in das Butterbrot lässt sich Gemüse schmuggeln. Blattsalat, Tomate, Sprossen, Avocado, Paprika, Gurke – variieren Sie die Kombinationen, damit keine Langeweile aufkommt und Ihr Kind neue Geschmacks rich­ tungen entdeckt. Packen Sie statt Schokoriegeln oder Keksen knackiges Obst oder Gemüse bei. Ein gesundes Mittagessen spendet Ihrem Kind die Energie für den Nachmittag, aber nach der Schule haben gesunde, aktive Kinder Heißhunger und brauchen einen kleinen Imbiss, um bis zum Abendessen durchzuhalten. Auch hier empfehlen sich gesundheitsbewusste Snacks. Sie können natürlich einfach Süßig­ keiten aushändigen, aber damit ist Ihrem Kind nicht geholfen. Apfelscheiben, Karotten mit fettarmem Dip (z. B. Hummus), Sellerie mit Erdnussbutter – es gibt viele gesunde und leckere Alternativen, die schnell zubereitet sind und den Hunger stillen. Das Abendessen ist aus mehreren Gründen wichtig. Erstens ist dies die letzte Mahlzeit des Tages und somit die letzte Möglichkeit zur Aufnahme wichtiger Nährstoffe. Hier können Sie ausgleichen, was tagsüber vielleicht gefehlt hat. Wenn es mittags kein Gemüse gab, braucht Ihr Kind nun eine Extraportion. Wenn das Frühstück keine Milchprodukte enthielt, sollte Ihr Kind nun ein Glas kalziumreiche fettarme Milch trinken. Falls Ihr Kind Milchprodukte nicht verträgt, stellen Mandel oder Reismilch eine gute Alternative dar. Zweitens spielt das Abendessen auch über die reine Ernährung hinaus eine wichtige Rolle für das Wohlergehen Ihres Kindes. Untersu­ ch ungen haben ergeben, dass ein gemeinsames Abendessen im Kreise der Familie das Leistungsvermögen und Verhalten der Kinder in der Schule verbessern kann. Das allein dürfte schon Anreiz genug sein, doch darüber hinaus vermitteln Sie Ihrem Kind durch gemeinsame gesunde Mahlzeiten Essgewohnheiten, die es auch als Erwachsener beibehält. Viele Kinder folgen dem Beispiel ihrer Eltern. Leben Sie beim gemeinsamen Abendessen vor, wie man sich gesund ernährt und interessante Gespräche führt. Wie alle Mahlzeiten sollte auch das Abendessen aus frischem Obst und Gemüse, magerem Fleisch und komplexen Kohlenhydraten bestehen. Besonders gut für das Hirn ist Fisch. Lachs, Thunfisch, Makrele und andere ölige Fis char­ ten enthalten gesunde Omega 3 Fettsäuren, einen Hauptbestandteil des Gehirngewebes. Eine Ernährung, die reich an Omega 3 Fett­ säuren ist, ist für die gesunde Hirnentwicklung von Kindern ebenso wichtig wie für den Erhalt der kognitiven Fähigkeiten bei Erwachsenen. Durch eine gesunde Ernährung den ganzen Tag hindurch versorgen Sie Ihr Kind mit der körperlichen und mentalen Energie für das Leben daheim, in der Schule und beim Spielen mit Freunden.

Vitamin D

In der nördlichen Hemisphäre stimmt der Winter uns oft trübe und träge. Es kann sich dabei um die Symptome von jahreszeitlich bedingten Depressionen (auch Saisonal Abhängige Depressionen, SAD) handeln. Leider empfinden manche Menschen in der Weihnachtszeit statt Freude und Besinnlichkeit nur Lustlosigkeit und Depressionen. Zum Glück wirkt Vitamin D wahre Wunder gegen Winterdepression.

Wer an SAD leidet, verspürt im Spätherbst den Anzug des Stimmungstiefs, das dann bis zum Frühling oder gar Sommer andauert. Das entspricht genau der Jahreszeit, in der wir am wenigsten Sonnenschein sehen. Unter­ suchungen belegen immer wieder, dass die Anzahl der SAD Fälle proportional zum Breitengrad steigt. Daraus wird vielfach gefol­ gert, dass die verringerte Sonneneinstrahlung an den kurzen Wintertagen direkt für die Erkrankung verantwortlich sein könnte. Zahlreiche Studien weisen nach, dass unab­ hängig von der Jahreszeit ein Zusammen hang zwischen einem geringen Vitamin D Spiegel und trüber Stimmung besteht. Sie brauchen also nicht an jahreszeitlich bedingten Depres­ sionen zu leiden, um von der positiven Wirkung von Vitamin D zu profitieren. In Anbetracht der komplexen Wechselwirkung zwischen Stim­ mung, Vitamin D und Sonnenschein sollten Sie jedoch gerade im Winter darauf achten, dass Sie Ihrem Körper dieses wichtige Vitamin in ausreichender Menge zuführen, denn an den kurzen Tagen schleicht sich schnell akuter Vitamin D Mangel ein. Lichttherapie ist eine bewährte Maßnahme gegen SAD. In mindestens einer Studie wurde jedoch nachgewiesen, dass eine Vitamin D Therapie bei der Behandlung von jahreszeitlich bedingten Depressionen bessere Ergebnisse erzielt als Lichttherapie. Auch das Immunsystem benötigt Vitamin D. Wie SAD zeigt sich auch dieser Zusammenhang während der Wintermonate: Je weniger Stunden Tageslicht wir erleben, umso schneller greifen Grippe und Erkältungskrankheiten um sich. Früher glaubte man, dass Erkältungen und Grippe durch die Kälte hervorgerufen wurden. Inzwischen wissen wir, dass ein Mangel an Vitamin D (oft aufgrund des Mangels an Sonnenlicht) das Immunsystem beeinträchtigt. Die Beziehung zwischen geistiger und körperlicher Gesundheit ist seit Langem bekannt. Schon vor Jahren hat das Journal of the American Medical Association die Ergeb­ nisse einer Studie veröffentlicht, aus denen hervorging, dass Gefühle von Anspannung, Frust und Traurigkeit negative körperliche Reaktionen im Herzen hervorrufen können. Aber auch vor und nach dieser Studie haben andere Forscher immer wieder neue Zusam­ men hänge zwischen der seelischen und körperlichen Gesundheit entdeckt. Dieser klare Zusammenhang macht deutlich, wie wichtig die Überwachung des Vitamin D Pegels ist, denn die mit SAD verbundenen Depressionen machen es ungleich schwerer, eine winterliche Erkältung abzuschütteln.

Selbst wenn Sie viele Nahrungsmittel zu sich nehmen, die reich an Vitamin D sind, z. B. Hering, Lachs und Thunfisch, Eier, Milchprodukte und angereicherte Zerealien, müssen Sie möglicherweise dennoch auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen, wenn es zu kalt ist, um ins Freie zu gehen.

Vitamin D ist das einzige Vitamin, das der Körper selbst produzieren kann, allerdings nicht ohne Hilfe. Die Haut muss dazu den heilenden ultravioletten Strahlen der Sonne ausgesetzt sein. Wenn die Tage kürzer werden, nimmt die ultraviolette Energie des Son nen­ lichts ab. Daher wird nur sehr wenig oder gar kein Vitamin D produziert. Sie sollten also gezielt das Sonnenlicht suchen oder, wenn das nicht möglich ist, mehr Vitamin D mit der Nahrung und/oder als Nahrungsergänzung zuführen. Am einfachsten und effektivsten wirken Sie einem Vitamin D Mangel entgegen, indem Sie im Sommer (in gemäßigten Klimazonen) mehr Zeit in der Sonne verbringen. Wenn Hau t­ zellen UVB Strahlen der Sonne aus gesetzt werden, erzeugen sie Vitamin D. Es gibt jedoch verschiedene Faktoren, die sich auf die Fähig­ keit des Körpers auswirken, UV Strahlen aufzunehmen und zu nutzen, wodurch die vom Körper produzierte Vitamin D Menge beeinflusst wird. Smog, Sonnenschutzmittel, Jahreszeit, geografischer Breitengrad, Tages zeit sowie andere Aspekte, die die Sonneneinwirkung beeinflussen, können die Menge der vom Körper aufgenommenen UV Strahlen reduzieren, was wiederum zu einer geringeren Menge an produziertem Vitamin D führt. Wenn Sie nicht die erforderliche Zeit in der Sonne verbringen können, gibt es verschie­ dene Nahrungsmittel, die Vitamin D enthalten. Die Menge ist jedoch sehr gering und nicht mit der Menge zu vergleichen, die der Körper nach nur einer vergleichsweise kurzen Zeit in der Sonne produzieren kann. Selbst wenn Sie viele Nahrungsmittel zu sich nehmen, die reich an Vitamin D sind, z. B. Hering, Lachs und Thunfisch, Eier, Milchprodukte und anger eicherte Zerealien, müssen Sie möglicherweise dennoch auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen , wenn es zu kalt ist, um ins Freie zu gehen. Die „offiziell“ empfohlene Menge liegt weiterhin bei 2.000 IE für Kinder, 400 IE für Erwachsene und 600 IE für Senioren. Viele Ärzte und Forscher, die sich mit Vitamin D befassen, empfehlen jedoch eine drastische Erhöhung dieser Mengen auf täglich bis zu 2.000 IE (in vielen Fällen sogar noch mehr). Erwachsene, die im Frühling, Sommer und Herbst nicht viel Zeit ohne Sonnenschutzmittel in der Sonne verbringen, sollten nach Empfeh­ lungen mancher Spezialisten sogar täglich 5.000 IE zuführen. In nörd­ lichen Gefilden sind die ultravioletten Strahlen so schwach, dass die Sonneneinwirkung selbst über längere Zeit keine ausreich ende Vitamin D Produktion ankurbelt. Neben der Rolle, die Vitamin D im Winter für die seelische Gesundheit und das Immunsystem spielt, hat das „Sonnenschein Vitamin“ aber auch andere wichtige Aufgaben. Mehreren Untersuchungen zufolge reduziert Vitamin D möglicherweise Risikofaktoren für Herzkrankheiten. Genauer gesagt haben die Untersuchungen ergeben, dass geringere Mengen an Vitamin D mit einem höheren Risiko für die Entwicklung von Herzkrankheiten einhergehen. Auch für Sportler könnte es einen echten Wettbewerbsvorteil bieten. Ein Forscherteam hat Untersuchungen aus der ganzen Welt zusammen­ getragen und herausgefunden, dass die sportliche Leistungsfähigkeit bedeutend höher war, wenn im Körper große Mengen an Vitamin D nachgewiesen wurden. Dieses Ergebnis ist eventuell auf die Rolle zurückzuführen, die Vitamin D bei der Vergrößerung und Vermehrung von FT Fasern in Muskeln im gesamten Körper spielt. Viele Untersuchungen belegen, dass niedrige Mengen an Vitamin D zahlreiche negative Auswirkungen auf den Körper haben, darunter Diabetes, Depression und Gewicht s zunahme. Ihr Gemütszustand und Ihre körperliche Verfassung stehen in engem Wechselspiel miteinander. Eine positive Einstellung kann Ihnen zu einem gesünderen Leben verhelfen. Umgekehrt können chronische Gesundheitsprobleme dazu führen, dass Sie sich mutlos und depressiv fühlen. Die positive Wirkung von Vitamin D auf die Stimmung und das Immunsystem macht es zu einem der wichtigsten Vitamine während der Wintermonate, wenn Depressionen und Erkrankungen schnell Fuß fassen.

Stammzellen

Was genau DNS ist und welchen e influss sie auf den Körper hat, lässt sich nicht in wenigen Worten zusammenfassen. Im Biologieunterricht wird daher oft die folgende vereinfachende Beschreibung gegeben: DNS ist das genetische Material, das wir von unseren Eltern erhalten, und dieses Erbgut lässt sich nicht beeinflussen. Wir müssen uns also mit dem begnügen, was uns gegeben worden ist.

Nur wenige Menschen befassen sich eingehender mit diesem Thema. Und somit bewegt sich unser Verständnis der DNS bestenfalls auf dem Niveau des Schul­ wissens. Dabei gibt es inzwischen weitaus umfassendere Erkenntnisse. Beispielsweise sind nur etwa 15 Prozent unserer Gene vorbestimmt. Bis zu 85 Prozent lassen sich durch den Lebensstil beeinflussen! Eine gesunde Ernährung, regelmäßige körper­ liche Betätigung, eine positive Einstellung, erfüllende zwischenmenschliche Bezie­ h ungen, regel mäßiger gezielter Stressabbau – diese und andere externe Faktoren können maßgebliche Veränderungen auf der Ebene der Körper zellen mit sich bringen. Jede der rund 100 Billionen Zellen in unserem Körper enthält unsere DNS – das gilt auch für die Stammzellen. Im Körper eines Erwach­ senen spielen Stammzellen eine bedeutende Rolle für die Selbstheilung, insbesondere im Hinblick auf Gewebeschäden und das natür­ liche Absterben der Zellen. Im Gegensatz zu anderen Zellen bergen Stammzellen das Potenzial zur Selbsterneuerung. Selbsterneue­ rung bedeutet, dass die Zelle wiederholte Teilungszyklen durchlaufen kann, ohne sich dabei zu verändern. Potenzial bedeutet im Hinblick auf Stammzellen, dass aus ihnen spezialisierte Zelltypen entstehen können . Die erforderlichen Informationen für diese vielfältigen Funktionen beziehen die Stam m­ zellen aus der in ihnen enthaltenen DNS. Stammzellen sind also besonders wichtig, daher müssen wir die in ihnen enthaltene DNS schützen. Diese Aufgabe erfüllen im menschlichen Körper die Telomere. Telomere befinden sich am Ende unserer Chromosomen (DNS Sequenzen) und ver­ hindern, dass Chromosomen miteinander verschmelzen oder wichtige Basenpaare der DNS Sequenzen an ihren Enden verlieren. Jedes Mal, wenn eine Zelle sich teilt, geht ein kleiner Teil des schützenden Telomers – nicht jedoch des Chromosoms – verloren. Wenn das Telomer zu kurz wird, ist das Chromosom nicht mehr in der Lage, sich zu replizieren. Die Zelle ist nun „alt“ und stirbt. Sie können sich die Telomere wie die kleinen Plastikkappen am Ende von Schnürsenkeln vorstellen. Solange die Schnürsenkel richtig gebunden sind, können Sie so schnell laufen, wie sie möchten, ohne die Schuhe zu ver­ lieren. Das ist kein Problem, solange die Plastikkappen intakt bleiben. Aber wenn sie im Laufe der Zeit brüchig werden und schließlich abfallen, lösen sich die Schnürsenkel auf. Im Gegensatz zu den Plastikkappen an Schnürsenkeln können wir Telomere jedoch dank der besonderen Eigenschaften von Stammzellen wiederherstellen. Und weil der Körper sich – im Gegensatz zu Schnürsenkeln – nicht einfach auswechseln lässt, müssen wir unsere Telomere pflegen, um bis ins hohe Alter gesund zu bleiben. In unserem Körper tragen eine ganze Reihe von Funktionen zur Erneuerung der Telomere bei. Neueste Untersuchungen belegen jedoch, dass ein hohes Maß an Stress sie vorzeitig verkürzen und somit zu vorzeitigen Alterserscheinungen führen kann. Stress kann viele Ursachen haben: Belastung bei der Arbeit, Probleme mit der Familie oder dem Partner, Trauma, ungesunde Ernährung, übermäßiger Alkoholkonsum, Rauchen, Geldsorgen, unzureichende körperliche Betätigung – die Liste ist lang. Die Bedeu­ tung des gezielten Stressabbaus ist daher noch größer als bisher angenommen. Es gibt vielfältige Maßnahmen, mit denen wir Stress entgegenwirken können, vom Fitness­ training über entspannende Musik bis zu Meditation und Biofeedback. Alles, was Ihnen hilft, Stress abzulegen und sich zu entspannen, ist gut. Es gibt kein Univer­ salrezept für den Stressabbau. Wichtig ist, dass Sie eine Methode wählen, die Ihnen gut tut und die Sie im Alltag verwirklichen können.

Sie können dem Stress jedoch auf jeden Fall mit einigen grundlegenden Maßnahmen entgegenwirken: Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse bietet Ihrem Körper die Antioxidanzien und Nährstoffe, die er für eine gesunde Stressbewältigung benötigt. Sie versorgt Sie außerdem mit Energie, damit Sie nicht nur den Alltagsstress überstehen, sondern anschließend auch das Fitnessstudio. Bei jeder Zellteilung geht ein gewisses Maß des Telomers verloren, das das Chromosom schützt. Das Telomer kann zwar teilweise wiederhergestellt werden, aber letztendlich wird es zu kurz, und das Chromosom kann nicht mehr repliziert werden. Dadurch altern die Zellen und sterben schließlich. Der Zelltod ist keine schöne Vorstellung, aber es handelt sich um einen natürlichen Vorgang, von dem alle Zellen betroffen sind.

Es gibt vielfältige Maßnahmen, mit denen wir Stress entgegenwirken können, vom Fitnesstraining über entspannende Musik bis zu Meditation und Biofeedback. Alles, was Ihnen hilft, Stress abzulegen und sich zu entspannen, ist gut. Es gibt kein Universalrezept für den Stressabbau. Wichtig ist, dass Sie eine Methode wählen, die Ihnen gut tut und die Sie im Alltag verwirklichen können.

Sie können dem Stress jedoch auf jeden Fall mit einigen grundlegenden Maßnahmen entgegenwirken: Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse bietet Ihrem Körper die Antioxidanzien und Nährstoffe, die er für eine gesunde Stressbewältigung benötigt. Sie versorgt Sie außerdem mit Energie, damit Sie nicht nur den Alltagsstress überstehen, sondern anschließend auch das Fitnessstudio. Bei jeder Zellteilung geht ein gewisses Maß des Telomers verloren, das das Chromosom schützt. Das Telomer kann zwar teilweise wiederhergestellt werden, aber letztendlich wird es zu kurz, und das Chromosom kann nicht mehr repliziert werden. Dadurch altern die Zellen und sterben schließlich. Der Zelltod ist keine schöne Vorstellung, aber es handelt sich um einen natürlichen Vorgang, von dem alle Zellen betroffen sind. Der Körper kann Telomere in Stammzellen und, unter besonderen Bedingungen, in gewöhnlichen Zellen regenerieren. Ein anschaulicher Vergleich ist das Beispiel einer alten Uhr: Solange sie regelmäßig aufgezogen wird, funktioniert sie reibungslos. Wenn Sie jedoch vergessen, sie aufzuziehen, bleibt sie schließlich stehen. Das Gegenstück dazu ist in unserem Körper das Enzym Telomerase, das die bei der Zellteilung verkürzten Telomere verlängert, damit sie auch weiterhin funktionieren. Die Interaktion zwischen Telomeren, DNS und Stammzellen zählt zu den wichtigsten Faktoren für das gesunde Altern des Körpers. Wir wissen noch lange nicht alles über diese Wechselwirkungen, aber Wissenschaftler sind überzeugt, dass die richtigen Nährstoffe sowie der gezielte Stressabbau das gesunde Altern auf der Ebene der Körperzellen fördern. Sicher ist: Führende Wissenschaftler tragen immer detailliertere Erkenntnisse darüber zusammen, wie Telomere durch die richtige Ernährung, den richtigen Lebensstil und die richtige Nahrungsergänzung bewahrt und verlängert werden können, um die Stammzellen zu schützen.