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Sind Aromastoffe immer natürlich? Wer großen Wert darauf legt, den natürlichen Geschmack der Lebensmittel zu erfassen, der sollte ein genaues Auge auf das Zutatenverzeichnis der verwendeten Aromen werfen. Dort werden oft genauere Hinweise gegeben. Die Begriffe richtig zu entschlüsseln ist allerdings nicht leicht.

Wenn in der Zutatenliste Begriffe stehen, wie „Erdbeeraroma“ oder „mit Erdbeergeschmack“, dann handelt es sich um künstliche Aromen, die nichts Gemeinsames mit natürlichen Aromen haben. „Naturidentische Aromastoffe“ sind zwar in ihrer chemischen Zusammensetzug den natürlichen gleich, werden dennoch synthetisch hergestellt, wie z.B. Vanillin.

Die Hersteller haben einen großen Vorteil bei der Nutzug von Aromastoffen: mit einem Gramm Aroma kann ca. ein Kilogramm Lebensmittel aromatisiert werden. Über 2.500 physikalisch- chemische, gen- oder biotechnologisch hergestellte Aromen garantieren in den Produkten einen gleich bleibenden Geschmack.

„Natürliches Aroma“- klingt gut, muss aber mit Natur wenig zu tun haben.

Künstliches Aroma oder natürliches Aroma? Woran du Aromastoffe und Zusätze erkennst & zur Diät vermeidest - Harald-SchottneEin natürliches Aroma muss nicht zwangsläufig aus einem Lebensmittel stammen. Es kann aus pflanzlichen und tierischen Ausgangsstoffen oder aus Mikroorganismen, wie z.B. Schimmelpilzen gewonnen werden. Entscheidend ist, dass natürliche Grundstoffe verwendet werden müssen, was es aber nicht zu einem reinen natürlichen Aroma macht. Besser wäre es solche Aromen als nachgemachtes Aroma zu bezeichnen.

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“Natürlich wird ein Aroma erst, wenn es auch so bezeichnet wird, wie z.B. „natürliches Erdeeraroma“. Solche Aromen werden auf natürliche Art durch Destillation oder Extraktion aus beispielsweise Erdbeeren gewonnen.”

Die zunehmende Aromatisierung unserer Lebensmittel hat leider auch negative Effekte:

  • Aromen laden zum Mehressen ein und bahnen so den einfachen Weg zum Übergewicht
  • Sie fördern einen standardisierten Einheitsgeschmack, so dass Naturbelassenes vielen nicht mehr schmeckt
  • Es kann der Eindruck entstehen, dass man mit dem aromatisierten Erdbeeryoghurt auch “Erdbeeren” mit isst, was aber mit wirklichen Erdbeeren nichts zu tun hat und damit auch nicht mit Vitaminen, die darin enthalten wären.

Laut Verbraucherzentrale darf sich Chinin oder Koffein als Zutaten in Lebensmitteln nicht hinter der allgemeinen Bezeichnung „Aroma“ verstecken. Sie müssen ausdrücklich als „Aroma Chinin“ bzw. „Aroma Koffein“ bezeichnet werden. Die Angabe „Raucharoma“ ist für Aromen, die aus Rauch stammen verpflichtend, wenn das Aroma dem Lebensmittel auch tatsächlich einen Rauchgeschmack verleiht.

Was ist nun zu tun?

Am besten man wirft einen Blick auf die Zutaten und findet dort generell das Wort „Aroma“ gar nicht, sondern einfach nur „Erdbeeren“ oder „Vanille“. So kann man sich sicher sein, dass hier wirklich keine Aromastoffe, sondern natürliche Lebensmittel verwendet werden.

Seit dem 22. April 2013 gibt es eine neue EU-Liste zulässiger Aromastoffe. Diese listet alle Aromastoffe auf, die in der Europäischen Union in Lebensmitteln verwendet werden können.

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Dein Leben in Bewegung!

Herzliche Grüße
Svitlana Karp